Edgar Selge beschreibt in seinem Erstlingswerk seine Kindheit in einer bildungsbürgerlich geprägten Familie. Das Verhältnis zum Vater, nicht nur Gefängnisdirektor einer Jugendstrafanstalt, sondern auch sehr guter Pianist, steht im Zentrum dieser autobiografischen Erzählung. Dieser Vater ist dem Sohn einerseits durchaus liebevoll zugewandt, andererseits aber auch aufbrausend und gewalttätig.
Die Geschichte wird aus Sicht des zwölfjährigen Edgars erzählt. Dabei beeindruckt besonders, wie es Selge gelingt, den richtigen Ton zu treffen, zwar kindgemäß aber auch ernst und nachdenklich.